Bin ich eigentlich der Einzige, der von Disney eine falsche Vorstellung von Weihnachten hat?
Oder ist es einfach die Realität und ich kenne sie nur nicht?
Meine Realität:
24. Wir feiern in meinem Elternhaus. Meine Oma ist da. Ihre drei Töchter plus Männer und Kinder. Wenn denn mal alle da sind. Mein Cousin O. kommt iwann mal nach dem Essen, weil er noch bei der Fam seiner Freundin war, mein Cousin K. war letztes Jahr ganz bei der Familie seiner Verlobten.
Um 18:00 gibts Essen. Dann wird geredet und dann kommt die Bescherung. Wo früher alle noch einen Beitrag leisteten und dann in freudiger Erwartung die Schiebetür zum Wohnzimmer meiner Oma geöffnet wurde und mein Opa IMMER der Weihnachtsmann verpasste, weil er im Keller was organisieren wollte, wird heute schon beim Essen auf den lieblos geschmückten Tisch in der Wohnzimmerlounge geblickt. Das stehen Süßigkeiten (Ferrero) und dort liegen an jedem Platz Briefumschläge mit Geld. Oder eben Briefumschläge mit Geld und einem Zettel für welchen der Wünsche, die man hatte, es ein Zuschuss sein könnte.
Dann gehen alle nach Hause mit dem Stolz sich dieses Weihnachten mal wieder zusammengerissen zu haben, weil man Weihnachten eh nur noch wegen der Oma feiert und sich auch nur wegen ihr nicht vor allen zerfleischt.
Am 25. gehe ich dann Essen mit der Familie väterlicherseits. Da mein Vater und seine Eltern nicht mehr leben, treffen wir uns in Hohenlimburg in einem Restaurant. Das ist schön. Wirklich. Wir schenken uns nichts, aber wir wissen, dass dieser Tag und heilig ist uns zu sehen. Nicht nur seit dem alle tot sind, sondern einfach weil wir wissen, dass selbst wenn wir uns nicht oft sehen, wir füreinander da sind, wenn’s drauf ankommt.
Aber wie würde ich Weihnachten feiern?
Mein Traum-Weihnachten würde in Zukunft vermutlich so aussehen:
Am 24. feier ich mit meiner Frau und meinen Kindern in meinem Haus (schön wärs^^). So Gott will ist meine Oma noch dabei und meine Mum mit ihrem Mann. Wir würden in den Wald gehen und einen Tannenbaum hacken.
Ihn gemeinsam ins Wohnzimmer schleppen. Aufstellen. und gemeinsam schmücken.
Dann würde es in den Gottesdienst gehen und danach dürften Kinder und die älteren Kinder irgendwann nach dem gemeinsamen Essen ihre Geschenke auspacken.
Und ein Weihnachtsmann. Der dürfte nicht fehlen.
Aber vorher wäre ein Beitrag von jedem toll. Und wenn’s nur ein Gedicht ist oder eine kleine Jahres-Review wie sehr man die Familie mag oder eben ein Wunsch für die Familie für das nächste Jahr. Irgendwas halt.
Und diesen Abend kann man dann ausklingen lassen.
Geld oder Gutscheine als Geschenk wären grundsätzlich verboten. Es soll von Herzen kommen. Egal ob es nur 1 Cent kostet.
Es geht um Weihnachten. Nicht Commerznachten.
Und um Jesus. Ganz viel.
Geschrieben von: Pako
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